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Antakya
Von Antiochia zu Antakya - Geschichte der Stadt
Das christliche Antiochia
Die katholische Kirche
Die Grotte des Heiligen Petrus
Sehenswertes in Antakya
Die Grotte des Heiligen Petrus

Das Innere der Grotte
Die einzige in Antiochia verbliebene christliche Spur ist die sogenannte Petrusgrotte. Sie liegt etwas mehr als 1 km vom Stadtzentrum entfernt, an der Straße nach Syrien. Es handelt sich um eine natürliche Ausbuchtung, 9,50 m breit, 13 m lang und etwas über 7 m hoch, die von den Kreuzfahrern am Westhang des 292 m hohen Kreuzberges (Stauris) mit zwei Bogen verlängert wurde, die sie mit der heutigen Fassade verbinden. Nach der Überlieferung versammelte sich hier die erste christliche Gemeinde um Paulus, Barnabas, Petrus und dann um die ersten Bischöfe der Stadt.
Über einem freien Platz, der einmal als Grabstätte für die Christen diente, erhebt sich die im vergangenen Jahrhundert erbaute Fassade byzantinischen Stils, mit drei Türen, die in die Grotte führen. Dort im Fußboden sind Reste eines Mosaiks erhalten, die auf eine sehr frühe Zeit zurückgehen. Nah bei der Rückwand steht ein Altar aus weißem Stein, überragt von einer Nische, in die 1932 eine weiße Marmorstatue des heiligen Petrus gestellt wurde. An derselben Felswand sind Reste von Fresken zu sehen, die sicher einmal die ganze Fläche über dem Altar bedeckten. Hinter ihm wurde 1990 der Bischofssitz aus Stein errichtet.
Unten zur linken öffnet sich ein Tunnel, der wahrscheinlich dazu diente, bei unvorhergesehenen Überfällen ins Gebirge fliehen zu können. Rechts entsprang bis vor wenigen Jahren eine Quelle aus dem Felsen. Heute steht da noch ein Bassin, das im Altertum wohl als Taufbecken diente.
Die Grotte wurde gegen 1580 von den Muslimen den Orthodoxen überlassen, die sie bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts als Kult- und Begräbnisstätte benutzten. 1856 wurde der französische Konsul Eigentümer der Grotte. Er schenkte sie dem Heiligen Stuhl. Dieser übertrug, mittels des Apostolischen Delegaten in Syrien, Monsieur Brunoni, den Kapuzinern die Seelsorge im Heiligtum.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können die Kapuziner und Priester, die es wünschen, dort jeden Sonntag und an Festen die Messe feiern (einschließlich Mitternachtsmesse an Weihnachten) Auf Anfrage steht die Grotte auch für Gruppengottesdienste zur Verfügung und für besondere Feierlichkeiten wie zum Beispiel kirchlich Trauungen.

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